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Saisonauftakt: Maximales Spektakel auf dem Hockenheimring

action-team-cups_gruppenfoto2017-_web1920Was gibt es Schöneres für Hobbyrennfahrer nach Monaten des Darbens und Wartens? Richtig, den sehnlich erwarteten Saisonauftakt des Triumph Street Triple-Cups, der Triumph-Challenge und der Trofeo Italiano im Rahmen des Motorrad-Festival Hockenheim des MOTORRAD action team.

Was für ein heißer, verrückter und sportlich überzeugender Saisonstart für die drei Rennserien des MOTORRAD action team: Triumph Street Triple-Cup, Triumph-Challenge. Inklusive Gaststarter gaben sich 88 Hobbyrennfahrer in diesen drei beliebten Serien die Ehre, alleine 36 im Triumph Street Triple-Cup, der mit maximalem Rückenwind in seine 10. Jubiläums-Saison startete. Die neue Street Triple RS mit ihren 765 cm³, mehr Druck, mehr technischen Finessen (u.a. Traktionskontrolle) und einem nahezu unschlagbaren Paketpreis von 11990 Euro inklusive dem Nenngeld für fünf Premiumrennstrecken mit zehn Rennen, führte zu einem wahren Run. Auch klar war bei Planung der Saison, dass die bewährten und beliebten 675er-Street Triple in eigener Division weiterhin startberechtigt bleiben. Eine gute Entscheidung, wie sich schon nach den ersten Trainings zeigte.

Ulrich Bonsels dominierte mit deinem Doppelsieg in der Division 765 - Foto: racepixx.de

Ulrich Bonsels dominierte mit einem Doppelsieg in der Division 765 – Foto: racepixx.de

Das Feld präsentiert sich bunt gemischt und wird dominiert von Uli Bonsels, Triumph Motorrad Deutschland Urgestein, Sinnstifter des Triumph-Cups und spätestens seit Hockenheim auch der schnellste Pressesprecher der Branche: Die neue Street Triple RS schein sie dem Uli auf seinen drahtigen Leib geschneidert zu haben. Pole und zwei wirklich überlegene Laufsiege sprechen Bände. Selbst Dirk Schnieders, neu im T-Cup, ein mit allen Wassern gewaschener Hobbyracer aus dem Bilderbuch, konnte Bonsels nicht das Wasser reichen. PS-Testredakteur Toby Münchinger ließ im Training und im ersten Lauf sein Können aufblitzen, erdete aber alle Hoffnung mittels Highsider kurz vor Ende des ersten Laufs so gründlich, dass er die Segel zwecks Sturzschäden am Motorrad streichen musste. Ebenfalls vom Technikteufel verfolgt scheint Florian Müller zu sein. Der schnelle Mann aus Bayern wollte eigentlich in der T-Challenge an den Start gehen, bis ein massiver Motorschaden diesen Plan vereitelte. Also fix wieder die bewährte Street Triple aus dem Keller geholt. Schwupps, Motorprobleme, zweiter Teil. Zwecks Motorschaden dachte Flo wahrscheinlich kurzfristig an eine Nullrunde und verfrühte Heimreise, aber der T-Cup wäre nicht der T-Cup, wenn nicht fix aus irgendeinem Anhänger ein einsatzfähiges Ersatzmotorrad gezaubert würde. Und dann begann die Flo-Show auf der vermeintlich alten Dame. Von kundiger Hand geführt ist die leistungsschwächere, aber natürlich bis ins Detail technisch ausgereifte 675er-Triumph selbst auf einem Höchstgeschwindigkeits-Kurs wie dem Hockenheimring nach wie vor eine Macht. Doppelsieger Florian Müller belegte dazu eindrucksvoll was so alles möglich ist. Für alle drei Serien gilt: In den Farben getrennt, in der Sache vereint. Das Motto erfüllen die Jungs und Mädels denn nun auch seit 2008.

Triumph Street Triple-Cup 2017 auf dem Hockenheimring - Foto: racepixx.deMädels. Gutes Stichwort. Julia Hämmer, Inhaberin der weltberühmten Lederkombi-Manufaktur Schwabenleder, gab sich in Hockenheim als Gast die Ehre, schlug sich beachtlich, haderte mit dem Hochlenker, ging im Zweikampf zu Boden, stand wieder auf, half fleißig bei der Reparatur und präsentierte sich ansonsten von der allerbesten Seite. Kurzum: Die junge, fixe Dame darf gerne wiederkommen. Allen Gaststartern der drei Serien sei dann auch gleich noch gesagt, dass sie volle Punkte angerechnet bekommen, wenn sie sich bis zum nächsten Rennen für einen permanenten Start für die restliche Saison entscheiden sollten.

Triumph-Challenge

Über mehr Starter freut sich Triumph-Challenge-Erfinder Thomas Rothmund zwar auch immer, aber wirklich Not leidet die T-Challenge mit 29 Startern nun wirklich nicht. Offen für alle sportlichen Triumph spielen Daytona 675 aller Modelljahre natürlich die dominierende Rolle. Genau wie im T-Cup, bei dem Ur-Street Triple noch munter in den Top Ten mitmischen, ist auch der Einstieg in die T-Challenge mit vermeintlich betagten Daytona 675 möglich und dementsprechend günstig.

Jörn Kaufmann #96 fährt in Hockenheim zum Doppelsieg - Foto: racepixx.de

Jörn Kaufmann #96 fährt in Hockenheim zum Doppelsieg – Foto: racepixx.de

Die Umstellung vom Hochlenker der Street Triple auf die Stummel der Daytona fällt ja nicht jedem Rennfahrer auf Anhieb leicht. Nun, da spielt dann auch immer Wunschdenken der lieben Konkurrenz eine Rolle. Jörn Kaufmann, T-Cup-Gesamtsieger 2016, ging auch gebückt locker von der Hand. Hut ab für eine wirklich phantastische und makellose Vorstellung. Pole, zwei Start-Ziel-Siege, volle Punktzahl und ab dafür. Die Meisterstory in der T-Challenge läuft nur mit Jörn Kaufmann in einer Hauptrolle. Weitere Bewerber: Andreas Lenz, Routinier Jochen Schermuly, Csanyi Gergö aus Ungarn, Kevin Michel und ein junger, ehrgeiziger Mann mit einem klaren Plan: Finn Zeller. Er ließ mit einem zweiten Platz im zweiten Rennen aufhorchen.

Die Reviere sind also markiert. Für T-Challenge und T-Cup steht am 10./11. Juli auf dem Sachsenring ein ganz besonderes Gastspiel an, im parallel stattfindenden Rookie-Renntraining können Anfänger es den Cracks der Triumph-Rennserie unter kundiger Anleitung der Rennleitung 110 gleichtun und die wundervolle Berg- und Talbahn genießen.

Links:

T-Cup Ergebnisse und Tabelle
T-Cup Fotos

Triumph-Challenge Ergebnisse und Tabelle
Triumph-Challenge Fotos

Hockenheim 2015 – Alles auf Anfang

Was für eine denkwürdige, packende Hitzeschlacht auf dem Hockenheimring: Triumph Street Triple-Cup und die Triumph-Challenge liefern sich am ersten Juni-Wochenende bei bis zu 38 Grad im Schatten phantastische Rennen. In der T-Challenge dominiert Tim Holtz nach Belieben, im T-Cup laufen Triumph-Pressesprecher Uli Bonsels und Jörn Kaufmann zur Form ihres Lebens auf und fordern Oli Martin heraus, der knapp seine Tabellenführung behauptet.

Anfang Juni, Hockenheim. Das kann wettertechnisch alles Mögliche bedeuten. Was haben wir vor drei Jahren gefroren und uns Glühwein gewünscht wegen eines arktischen Kälteeinbruchs. 2015 präsentiert sich das Wetter in der Kurpfalz hingegen genau so, wie man es erwartet: brüllend heiß und schwül wie in Fernost. Genau der richtige Mix für hitzige Rennen im T-Cup und in der T-Challenge auf dem materialmordenden GP-Kurs mit der ultraschnellen Parabolika und der anschließenden Reifeprüfung für jede Bremsanlage. Vom sechsten Gang Vollgas zurück in den ersten Gang vor der berüchtigten Spitzkehre. Nicht jedermanns Sache, verständlicherweise.

Fliegender Start hinter dem Safety-Car

Fliegender Start hinter dem Safety-Car

Wie auch das neue Startprozedere, dass vom Streckenbetreiber für lizenzfreie Rennserien vorgegeben wird: fliegender Start hinterm Führungsfahrzeug. Das sorgte bei manchem Teilnehmer zumindest für Stirnrunzeln im Vorfeld. Sicher nicht jedermanns Ding, aber, das mögen auch die Kritiker im Nachhinein zugestehen: vier reguläre und ein außerplanmäßiger Start zwecks Abbruchs eines Rennens liefen zackig und ohne Stürze in der schwierigen Nordkurve des Hockenheimring ab. Außerdem lässt sich mit dieser Startvariante wertvolle Zeit sparen, die im Gegenzug in mehr Zeit fürs Rennfahren eingeplant werden könnte für die Zukunft. Also in jedem Fall einen Überlegung wert, so eine fliegende Angelegenheit.

T-Cup_Hockenheim2015_04Zu den Rennen. Wieder glänzte der junge Kaufmann, Vorname: Jörn, mit einer beeindruckenden Vorstellung im Training: Pole Position mit einer tiefen 53er-Runde und einem nachweislich 104 PS Naked Bike. Davon träumen so manche ambitionierte Superbiker mit 200 PS plus im Kessel. Lieber Superbiker, jetzt bitte nicht weinen, im ersten Rennen pushten sich die Herrschaften natürlich noch weiter: 53er-Rundenzeiten gehören im T-Cup inzwischen zum guten Ton, so man denn davon träumt aufs Podium fahren zu wollen. Oli Martin legte im beinharten Infight mit Jörn Kaufmann sogar eine 52er-Runde als schnellste Rennrunde vor. Was aber nicht zum Laufsieg reichte. Den holte sich knapp, aber verdient Kaufmann, der den Makel vom Lausitzring damit tilgte. Beim Auftakt in Brandenburg hatte er ebenfalls das Training dominiert, in den Rennen dann aber ganz schön Nerven gezeigt.

Das kennt der Drittplatzierte nicht. Triumph-Pressemann und T-Cup-Urgestein Uli Bonsels hat schlicht keine Nerven. Für ihn sind die Wochenenden aktive Erholung vom Alltag, was er gerne immer wieder betont. Bonsels zeigt sich auf den Strecken immer bestens gelaunt und entspannt, selbst aus der Hektik der Rennen zieht er allem Anschein nach beruhigende Momente, die er in beeindruckende Resultate ummünzt. So schnell wie 2015 ist der inzwischen zu den Ü50 Gehörige noch nie in seinem Leben Motorradrennen gefahren.

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Bonsels vs. Kaufmann

Selbiges gilt auch für den Älteren der beiden Kaufmänner mit Vornamen Harald. Der älteste T-Cupper der Saison, wie Bonsels bereits bei der Erstauflage des T-Cups in den wilden 1990ern mit von der Partie, legt ebenfalls eine sehr beachtliche Leistung hin, die sicher auch T-Cup-Gaststarter Jens Kuck, seines Zeichens Co-Moderator des RTL2-Motormagazin Grip ziemlich beeindruckt haben. Kuck, in jungen Jahren sogar mal in der Superbike-IDM unterwegs, machte im Übrigen einen prima Job, zeigte sich stets aufgeräumt und verbreitete gute Laune, warf zudem die Castrol-VIP-Street Triple nicht weg und darf deshalb jederzeit gerne wieder kommen.

Lauf zwo. Abziehbild vom ersten. Fehler im System: Oli Martin rollt schulterzuckend aus, seine Kupplung ließ sich nicht mehr betätigen. Ein ganz hartgesottenere T-Cupper war zwar nach hinterher der Meinung, man könne im Rennen auch ohne Kupplung zurückschalten zur nötigsten Not und somit wenigstens noch wichtige Meisterschaftspunkte einheimsen. Martin entschied sich aber für die sichere Variante und brach das Rennen lieber ab. Somit zog Jörn Kaufmann ziemlich unbeirrt seine Runden und holte sich einen souveränen Doppelsieg. Mit Respektabstand fuhr Uli Bonsels sein bestes T-Cup-Ergebnis ever ein: Rang zwo, gefolgt von Harald Kaufmann, der seinen Ausfall im ersten Rennen somit Vergessen machte. In Sachen Meisterschaftsgesamtstand gilt nach Hockenheim: alles auf Anfang. Die Meisterschaft beginnt quasi in Brünn auf ein Neues. Kaufmann und Martin heißen die Titelkandidaten.

Szenenwechsel: Triumph-Challenge

Noderer vs. Holtz

Noderer vs. Holtz

Wie schon fast zu erwarten war, artete die Challenge zu einer sehr eindrucksvollen One-Man-Show aus. Der immer noch sehr junge, aber gar nicht mehr kleine Tim Holtz dominiert die T-Challenge beinahe schon nach Belieben, wenngleich ihm der letztjährige T-Cup-Champ Gabriel Noderer inzwischen wenigstens in Sichtweite folgen kann nach den anfänglichen massiven technischen Problemen am Lausitzring. Familie Noderer jedenfalls nahm viel Zuversicht mit fürs nächste T-Challenge Wochenende in Brünn. Für alle anderen Herausforderer von Holtz, und davon gibt es von der Papierform her schon den einen oder anderen, gilt: Aktuell ist kein Kraut gegen den Blondschopf gewachsen. Jan Hein beispielsweise, der mit einem zweiten Startplatz überraschte, kam zu spät zur Startaufstellung und musste das 1. Rennen von ganz hinten aufnehmen, was letztlich in einem Sturz endete. Ole Bartschat, Florian Vollmer und Max Riebe lieferten sich ein tolles Duell, folgten Holtz aber mit deutlich Respektabstand.

Bartschat vs. Vollmer

Bartschat vs. Vollmer

Um es vorweg zu nehmen: Rennen zwei lieferte ein ähnliches Bild ab. Holtz lässig vorneweg, Noderer unangefochten auf Platz zwei, Florian Vollmer diesmal auf dem dritten Rang, da sein neuer Lieblingsgegner Bartschat sich kurz vor Schluss aus dem Rennen genommen hatte. Unterm Strich maximale Ausbeute für Tim Holtz und überlegene Tabellenführung mit maximaler Punktezahl von 100 (!). Da wird es also allmählich schon Zeit im Hause Holtz sich über eine frühzeitige Meisterschaftsfeier Gedanken zu machen, der FC Bayern steht sicher mit Tipps zur Seite und über die sportlichen Perspektiven für 2016. Ohne falsche Bescheidenheit darf sich die Triumph-Challenge auch wegen der tollen Rundenzeiten von Holtz und Co. als die zweite Kraft im deutschen Hobbycup-Markt fühlen, dennoch würde man dem Nachwuchstalent natürlich mehr ebenbürtige Gegner wünschen, damit die sportliche Entwicklung maximal gefördert wird. Und das geht eben nur über möglichst viele und harte Zweikämpfe.

Schön zu sehen auch bis ins letzte Drittel der beiden Triumph-Serien. Es wird um jeden Meter Strecke gekämpft, was letztlich zu teils deutlichen Verbesserungen der Rundenzeiten über die gesamte Renndistanz führt. Teils wirklich frappierende Unterschiede, die man da im Vergleich zu den Vorjahren feststellen kann. Neben dem Fahrspaß und der vielzitierten Gemeinschaft letztlich der Grund, warum die allermeisten Menschen Hobbyrennsport betreiben.

Nächstes Rennwochenende: Brünn (27./28. Juni), dann folgen Oschersleben (18./19. Juli) und das große Finale in Most (12./13. September). Alle Veranstaltungen sind mit je zwei Rennen geplant. Gaststart-Plätze sind aktuell noch verfügbar und kosten ab 400 Euro.

Triumph-Rennserien rocken Hockenheim

T-Cup-ChallengeTriumph-Challenge und Triumph Street Triple-Cup drücken am 28./29. Juni dem MOTORRAD-Festival in Hockenheim ihren Stempel auf und begeistern mit vier spannendenden und teils denkwürdigen Rennen. Michael Kunz holt sich einen blitzsauberen Doppelsieg in der T-Challenge, Ole Bartschat und Gabriel Noderer fahren je einen Laufsieg im T-Cup heraus.

Das gab es in der inzwischen seit 2008 andauernden Erfolgsgeschichte der Triumph-Hobbyrennserien noch nie: über 70 Starter trafen sich im Hockenheimer Motodrom. Absoluter Rekord, all time high. Wie kommt das? Sehr einfach. Virales Marketing via daytona-675.de und dem t5net.de und die tatkräftige, nimmermüde Werbung von Challenge-Mitinitiator Thomas Rothmund zeigten Wirkung. Neben dem etablierten Triumph Street Triple-Cup, der seit 2008 am Start ist, hat sich die Triumph-Challenge von einer kleinen Gemeinschaft quasi über Nacht zu einer sehr ernstzunehmenden Hobbyrennserie gemausert. Inklusive Gaststarter nahmen 46 (!) T-Challenger die Herausforderung Hockenheim an. Wer hätte das vor sagen wir einmal zehn Jahren gedacht, dass Triumph mal so eine sportliche Dominanz entwickeln würde?

Wahrscheinlich Triumph-Cup-Mann der ersten Stunde Uli Bonsels, im Hauptberuf Triumph-Presse- und Technikmann, der schon 2004 geahnt haben muss, welch großer Wurf seinem Arbeitgeber mit der 2005 präsentierten Daytona 675 und ihrer kleinen Schwester, der Street Triple gelingen würde, die 2007 folgte.

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Start der Triumph-Challenge 2014 auf dem Hockenheimring – Foto: Racepixx.de – Andy Glänzel

Wie erfolgreich diese beiden Baureihen sind, das zeigt vor allem die Triumph-Challenge eindrucksvoll. Startberechtigt sind alle sportlichen Triumph-Motorräder, dominiert wird die Serie von der Daytona 675, wobei auch ganz alte und liebevoll gepflegte Schätzchen aus dem ersten Modelljahr 2006 noch Chancen aufs Podium haben. Thomas Rothmund belegte das im 2. Lauf mit einem 3. Platz sehr eindrucksvoll mit seiner in Ehren ergrauten 675, die seit 2007 in diversen Rennserien ihren Dienst tat, unter anderem auch in der Langstrecken-WM. Und nun also mit Leib und Seele Triumph-Challenge.

Wenig überraschend, dass Franky Heidger, erfolgreichster Triumph Street Triple-Cup-Starter der Neuzeit, für 2014 eine neue Herausforderung in just dieser Triumph-Challenge suchte. Leistungsmäßig ist er mit seiner nahezu serienmäßigen Cup-Street Triple natürlich etwas unterlegen. Was Heidger, gestählt in über 25 Jahren Profirennsport, mit Fahrkönnen kompensiert und sich überraschend die Poleposition sicherte. Rang 2 im ersten Lauf war eine Demonstration von Fahrkunst; 1.53er-Rundenzeiten mit einem 105 PS-Motorrad auf dem Highspeed-Kurs in Hockenheim sind für normale Hobbyfahrer gleichbedeutend mit dem Reich der Fabeln. Schade für Heidger, Zweiter des 1. Rennens, dass er im zweiten Lauf von einem Kollegen abgeräumt wurde, der sich beim Anbremsen dramatisch überschätzt hatte. Franky war aber beileibe nicht der einzige Pechvogel. So ist das halt im Rennsport. Viele Fahrer mit einem beseelten Lächeln im Gesicht, einige eher betrübt, manche sogar zum Check ins Krankenhaus, glücklicherweise ohne größere Blessuren. Größter Pechvogel des Wochenendes: Max Riebe, der es nach gutem Training gerade mal in die Startaufstellung von Triumph-Challenge-Rennen 1 schaffte, selbige aber kurz vor Start mangels Vortrieb schiebend verlassen musste. 0 Punkte für einen der Meisterschafts-Mitfavoriten waren ganz sicher nicht der Plan, vor allem, wenn Sportskamerad Michael Kunz souverän zwei Laufsiege und die volle Punktzahl herausfährt.

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Gabriel Noderer #17 – Foto: Racepixx. de – Andy Glänzel

Das Kunststück gelang dem Triumph Street Triple-Cup-Kollegen Gabriel Noderer beim Saisonauftakt der Serie auf dem Sachsenring Ende Mai. Alle Vorzeichen deuteten auf eine Wiederholung dieses Coups hin, hätte das Hockenheimer Wetter nicht just vor dem ersten T-Cup-Lauf für Kapriolen gesorgt. Als Regenrennen ausgerufen standen die Fahrer vor der kniffligen Wahl der richtigen Reifen. Regen oder Slick? Kurz vor dem 1. Aufruf zum Rennen war die Piste weitgehend trocken, somit setzen viele Fahrer auf Slicks. Pünktlich nach der 1. Durchsage begann es zu tröpfeln. Hektische Betriebsamkeit in den Boxen. Jedenfalls bei Teilen des T-Cup. Umrüsten auf Regenreifen. Die Jungs schwitzten und bekamen teils just in time die Räder umgebaut. Einige montieren nicht. Weil sie Regen grundsätzlich ablehnen. Und nicht in einen zweiten Satz Felgen investiert haben. Cup-Urgestein Hajo Ammermann beispielsweise gehört dieser Fraktion an. Oder eben Titelfavorit Noderer. Der pokerte. Viele anderen mit ihm. Und verzockten sich grandios. Mit Öffnen der Boxengasse für die Startaufstellung begann es in Strömen zu regnen. Die Slick-Fraktion balancierte wie auf rohen Eiern über den jetzt extrem schmierigen Asphalt, der zudem sehr unter einem kurz zuvor abgehaltenen Open Air-Konzert gelitten hatte und verließ die Strecke sehr zur Verwunderung der Rennleitung unverrichteter Dinge.

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Foto: Racepixx.de – Andy Glänzel

Ein für T-Cup-Verhältnisse geradezu minimalistisches Starterfeld geht auf die Reise und dezimiert sich durch Stürze noch weiter. Lohn der Angst für alle, die ins Ziel kamen: heißbegehrte Punkte. Und zum wiederholten Male eine eindrucksvolle Machtdemonstration von Ole Bartschat, dem Regengott des Triumph Street Triple-Cups. Der sich souverän den Laufsieg holt, gefolgt von zwei alten Windgesichtern, denen Regen ganz besonders zu liegen scheint: Uli Bonsels und Harald Kaufmann, beide Ü50, zeigten der jungen Garde mal eben, wie man im Regen sicher und schnell Motorrad fährt. Bonsels wünschte sich denn auch für den Rest der Saison vor allem eines: Regen.

Eher unwahrscheinlich, dieser Wunsch. Der 2. Lauf des Triumph Street Triple-Cup bei optimalen, da trockenen Bedingungen rückte das Kräfteverhältnis dann wieder zurecht. Noderer mit einem Beinahe-Start-Ziel-Sieg vor dem Eidgenossen Erich Peter, T-Cup-Sieger 2013, und Altstar Leonhard Neels, der nebenbei eindrucksvoll belegte, dass auch Street Triple-Modelle aus den Jahren 2008 bis 2010 noch für Podiumsplätze gut sein können. Ebenfalls Zeichen für die Ausgewogenheit im Triumph Street Triple-Cup.

Nächstes Rennwochenende für beide Triumph-Rennserien: Oschersleben, 18. – 20. Juli im Rahmen einer Veranstaltung von Bike Promotion.

Ergebnisse:

Triumph Street Triple-Cup Rennen 1
Triumph Street Triple-Cup Rennen 2

Triumph-Challenge Rennen 1
Triumph-Challenge Rennen 2

VIP-Gaststart Hockenheimring 2014

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Wir sind überwältig. Über 100 wundervolle Bewerbungen. Teils tauglich, um sich in einem DAX-Unternehmen als Vorstand unabdingbar zu machen. Ihr habt echt einen Narren gefressen am T-Cup. Das freut uns. Und alle beteiligten Partner.


And the VIP-Guest-Winner is: Jens Löhnig (www.jens-loehnig.de) Herzlichen Glückwunsch! Jens wird sich beim Triumph Street Triple Cup-Wochenende in Hockenheim am 28./29. Juni als Gaststarter ins T-Cup-Getümmel stürzen. Zwecks toller Resonanz wiederholen wir die VIP-Startplatz-Aktion in der laufenden T-Cup-Saison – so stay tuned.

Vielen Dank für Eure zahlreichen Bewerbungen!

Jetzt bewerben und VIP-Gaststart gewinnen

T-Cup-Polo-Teaser_breitWerde mit Polo und dem MOTORRAD action team vom 27. bis 29. Juni auf dem Hockenheimring Teil der Racing-Familie im Triumph Street Triple-Cup.

Teilnahme

Gewinne ein Rundum-sorglos-Paket inklusive rennfertiger Triumph Street Triple R, Benzin, Bridgestone-Rennreifen, Verpflegung und Unterkunft für ein Rennwochende inklusive Training vom 27. bis 29. Juni 2014 im Rahmen des MOTORRAD-Festivals.
Dafür schicke einfach eine aussagekräftige Bewerbung bis zum 1.6.2014 an info@actionteam.de – etwas Rennerfahrung wird vorausgesetzt.*

*Rechtsweg und Barauszahlung ausgeschlossen.
Selbstbehalt im Schadensfall 2.000 Euro.