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Was lange währt, wird endlich gut

Ja, der sinnige Spruch könnte von der seligen Oma sein. Trifft aber komplett zu aufs wirklich denkwürdige T-Cup-Finale 2018 in Most. Die zehnte Saison. Jubiläum. Und einer, der seit 2008 mit von der Partie ist, holt sich sowas von verdient den Meistertitel in der neuen 765er-Division: Triumph Deutschland-Urgestein Uli Bonsels. In der 675er-Division beweist Florian Müller sehr souverän, dass auch ältere Triumph Street Triple noch sauschnell unterwegs sein können. In der Triumph-Challenge, der gar nicht mehr kleinen Schwester des T-Cups, entscheidet letztlich ein winziger Punkt die Meisterschaft zugunsten von Finn Zeller.

Auf eines dürfen alle Beteiligten inklusive der sinnstiftenden Marke mal vorweg sehr stolz sein: Der Triumph Street Triple-Cup und die Triumph-Challenge bilden weltweit die größte Triumph-Hobbyracing-Community, wie man in den Generationen X und Y so gerne neudeutsch sagt. Das vergisst man sehr gerne, weil von Triumph dominierte Fahrerlager seit Jahren zum Alltag gehören, so auch im tschechischen Most, wo schon beinahe traditionell das Saisonfinale der Triumph-Rennserien stattfindet. Und, so will es die Tradition, es sollte ein echter Showdown werden.

Uli Bonsels auf Pole-Position

T-Cup

Die Ausgangslage für den Führenden in der neuen 765er-Division des T-Cup, Uli Bonsels, war vor dem Finale eigentlich sehr komfortabel. Aber genau darin liegt ja gerne die Krux. Eine Unachtsamkeit im freien Training, zack liegt man auf der Nase, verbiegt den Dreizylinder oder die eigenen Gräten und darf sich die Rennen als Zaungast anschauen, in denen der schärfste Konkurrent, in diesem Falle André Reinke, dann womöglich brilliert und einen auf der Meisterschaftzielgeraden kurz vor knapp abfängt.
Durchaus keine Fiktion aus Absurdistan, sondern gerade bei den in Most übers ganze Wochenende vorherrschenden nasskalten Bedingungen eine latente Gefahr. Und was macht der Herr Bonsels aus der Wettermalaise? Holt mal eben ganz souverän die Poleposition. Peng! Das Ding von vorne fahren, klare Kante zeigen, das Revier markieren.
Um dann, am Samstag, im ersten Rennen von der Pole bei nasser, aber abtrockender Piste konservativ auf Regenreifen in die Startaufstellung rollen, um das Ding so sicher als möglich nach Hause zu schaukeln, also den Herrn Reinke schön hinter sich zu halten. Guter Plan, prima in die Tat umgesetzt. Während sich nach wenigen Runden die Slick-Fraktion mehr und mehr von den Regenreifen-Kollegen absetzte, by the way unglaublich, was die Bridgestone V02-Slicks auch bei Schmuddelbedingungen können, fuhr Uli Bonsels diszipliniert sein Meisterrennen und wirtschaftete erfolgreich mit seinen Regenpneus. Punktlandung, Meisterschaft im Sack im vorletzten Lauf vor dem fairen Sportsmann André Reinke, einem der ersten Gratulanten.

Tobias Münchinger #11 pokerte richtig und fuhr auf Slicks seinen ersten Sieg ein

Uli Bonsels, der bereits Mitte der 1990er im Ur-Triumph-Cup mitfuhr, genau wir Harald Kaufmann, und der maßgeblich fürs Bestehen des T-Cups seit 2008 die Verantwortung trägt, wird diese Meisterschaft vom gesamten Fahrerlager mehr als gegönnt. Wie kaum ein anderer lebt er die Ideale dieses einzigartigen Cups. Denn merke: Hobbyrennfahrer sind aus einem ganz besonderen Holz geschnitzt. Oft sind es sensationelle Racing-Romantiker, mit hohem Leidensvermögen, Ausdauer und unglaublichem Optimismus versehen, dazu zumeist phantastische Netzwerker, denn Egoshooter kommen im modernen Hobbyrennsport zumeist nicht weit und verweilen auch nicht lange in den jeweiligen Serien. Bestes Beispiel dafür: 765er-Vize-Meister, André Reinke. Seit Jahren mit von der Partie als Fahrer und Sponsor der Serie, immer einer der ersten, der seine Nennung für die Folgesaison abgibt. Ein Leben ohne T-Cup ist möglich, aber sinnlos. Weiß auch Tobias Münchinger, der seine erste T-Cup-Saison absolvierte und in Rennen Neun cool auf Slicks setzte und das Glück über den ersten Rennsieg kaum fassen konnte. Der PS-Testredakteur ist mit dem dritten Gesamtrang wahrlich perfekt angekommen in der T-Cup-Familie.

Florian Müller in der Startaufstellung auf Position 3

Schön zu wissen, dass das auch in der 675er-Division der Fall ist. Hier sind Street Triple ab Modelljahr 2008 startberechtig. Auch mit älteren Schätzchen lässt sich noch phantastisch im T-Cup mitmischen. Liegt an der tollen Basis, schließlich gelang Triumph mit der Street Triple-Baureihe ein ganz, ganz großer, stilbildender Wurf, hat aber auch etwas mit den schnellen Burschen zu tun, die ihren Dreizylinder mit kundiger Hand bewegen und Reifen und Öhlins-Fahrwerk perfekt im Griff haben. Mehr als souverän demonstriert von 675er-Meister Florian Müller, mit gottgegebenem Speed gesegnet. Im letzten Rennen der Saison musste sich Flo auf seiner 675er seinem Meisterkollegen Bonsels nur um zwei Zehntel geschlagen geben und holte dabei dann noch die schnellste Rennrunde.

Den Vize-Titel in der 675-Division holte sich nach einer sehr konstanten Leistung Alexander Fraßmann, Gesamtdritter wurde T-Cup-Evergreen Rolf Kraßmann.

Ein angeschlagener Finn Zeller sicherte sich die Meisterschaft in Most

In der Triumph-Challenge,

erfolgreicher Spin Off des T-Cup, die durch Triumph Daytona 675 aller Baujahre dominiert wird, kam es zu einem Wimpernschlag-Finale, deren Hauptdarsteller, Finn Zeller und Kevin Michel sich über die komplette Saison von Rennen zu Rennen immer weiter gepusht hatten. Beide verbesserten sich dadurch buchstäblich auf ein neues Level. Indiz dafür, dass gute Rennserien ihre Teilnehmer kontinuierlich verbessern – und zwar durch alle Startreihen hindurch.
Unsere beiden jugendlichen Helden fuhren also spätestens vor dem Finale in Most in ihrer ganz eigenen Welt. Finn Zeller reiste zwar mit dem Vorteil der Tabellenführung nach Tschechien an, hatte aber im Gegensatz zu Kevin Michel viel zu verlieren. Die Meisterschaft nämlich. Außerdem war Finn alles andere, aber nicht 100% fit. Vorteil Michel. Der fuhr frisch, fromm und frei von der Leber weg drei Laufsiege in Most nach Hause. Alles richtig gemacht und dennoch nicht genug. Letztlich reichte dem überglücklichen Zeller nach verkorkster Qualifikation im elften und entscheidenden Lauf ein fünfter Platz, um sich mit einem Punkt Vorsprung in der Gesamtwertung durchzusetzen und seinem Vize Kevin Michel sehr fair bei der Siegerehrung zu gratulieren.

Michel konstatierte trocken, dass ihm letztlich ein Fehler am Lausitzring, als er sich herzhaft verbremste, letztlich die Meisterschaft gekostet hat. Als Dritter beendete Henrik Müller eine tolle Triumph-Challenge Saison, die es wirklich in sich hatte. Die T-Challenge hat auch 2017 sportlich einen enormen Sprung nach vorne gemacht. Das Rundenzeitenniveau kann sich wirklich sehen lassen, sollte aber Neueinsteiger für 2018 nicht darüber grübeln lassen, ob diese phantastische Serie gar zu schnell für das eigene Können sein könnte. Ist sie nicht. Die T-Challenge ist hart, aber herzlich und nimmt jeden Triumph-Fan gerne in ihren Kreis auf. Die Rundenzeiten kommen dann quasi von ganz alleine.

Und wie geht es weiter 2018? Mit Vollgas, soviel steht kurz nach dem Saisonfinale fest. Geplant sind wieder fünf Veranstaltungen mit insgesamt zehn Rennen. Wunschstrecken: Hockenheim, Oschersleben, Most, Schleiz und der Lausitzring, den der sportliche Ausrichter auch 2018 anmieten möchte. Für die T-Challenge wird intensiv über das Angebot eines Komplettpakets nachgedacht. Triumph Rheinhessen-Mastermind Marcel Schmidt präsentiere in Most einen wunderschönen Triumph Daytona 765-Umbau auf Basis Street Triple RS, die es mehr als verdient hätte in Kleinserie aufgebaut zu werden, was der T-Challenge nochmals richtig Schub geben könnte.
Wohin die Reise des Triumph-Street Triple-Cups geht, steht in Grundzügen auch schon fest. Die parallel gewerteten Divisionen 675 und 765 haben sich prima bewährt und sollen auch 2018 fortgeführt werden. An einem möglichst unmoralischen Komplettangebot inklusive Street Triple RS wird bereits jetzt intensiv gearbeitet. Und der Racing-Kalender könnte eine echte Überraschung werden. Stay tuned!

LINKS:

Alle Ergebnisse und Schlustabellen Triumph Street Triple-Cup
Alle Ergebnisse und Schlustabelle Triumph-Challenge

Alle Fotos Triumph Street Triple-Cup
Alle Fotos Triumph-Challenge

 

Video: T-Cup Rennen Most 2016

Pole-Setter Florian Müller lieferte sich in Most einen packenden Kampf mit Uli Bonsels und dem T-Cup-Meister 2016, Jörn Kaufmann. Bonsels erwischt einen super Start auf der Innenbahn und konnte die Führung zunächst für sich behaupten. Kaufmann und Müller machten dahinter Druck.

Den spannenden Dreikampf seht Ihr in diesem Rennvideo:

 

Großes Finale in Most: Die Meister 2016

T-Cup Most 2016 StartaufstellungBeinahe schon traditionell für T-Cup, T-Challenge und die Trofeo Italiano. Ein brütend heißes Spätsommer-Wochenende, eine anspruchsvolle Rennstrecke und Konkurrenten, die sich wirklich nichts schenkten.

So ist das nun mal im Motorradrennsport. Es gibt keine echten Freunde. Auch im Hobbybereich. Jedenfalls nicht, solange das schwarz-weiß-karierte Tuch nicht geschwenkt wurde. Jeder für sich. Wer etwas anderes glaubt? Geh‘ fort, hoffnungsloser Romantiker.

Triumph-Challenge

Triumph Challenge Most 016 Das vorletzte Rennen der diesjährigen T-Challenge-Saison machte da keinerlei Ausnahme. Klar, der sportliche Stellenwert ist über die Jahre gestiegen. Als Ableger des T-Cups gegründet, darf sich die T-Challenge inzwischen stolz als die Nummer zwei im deutschen Hobbyracing-Geschäft fühlen – natürlich im gebührenden Abstand zum unvergleichlichen Yamaha-R6-Cup, der nach wie vor als Kaderschmiede für Rennprofis gilt.

37 Starter traten in Most beim Showdown an, darunter zwei Meisterschaftskandidaten mit klarer Marschroute: Tim Holtz, vielfahrendes Nachwuchstalent, der sich inzwischen zu einer Art Marc Márquez des Hobbyracing entwickelt hat, musste in beiden Rennen vor Tabellenführer Ole Bartschat ankommen, um seine Titelchancen zu wahren, Bartschat hingegen sollte einfach nur direkt hinter Holtz ins Ziel kommen, dann wäre die Sache geritzt. Soweit die Blaupause. In der Praxis entwickelte sich ein spannendes, wenngleich etwas hakeliges vorletztes Rennen, bei dem Ex-T-Cup-Sieger Gabriel Noderer bewies, dass sein Wechseln in den European Junior Cup eine prima Idee gewesen ist. 100 Prozent austrainiert und in bester Laune schnappte er sich gleich beim Start Polesetter Holtz mit aufreizender Leichtigkeit und fuhr, außerhalb der Meisterschaftswertung, einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg entgegen.

T-Challenge Siegerehrung Most 2016Dahinter schien Holtz keinen rechten Rhythmus finden zu können, um Bartschat unter Kontrolle zu halten. Die Umsetzung wirkte alles andere als elegant. Holtz blieb im Schnitt gut zwei Sekunden über seiner Pole-Zeit aus dem Training und hielt ein kompaktes Rudel ungeduldiger Sportskameraden hinter sich. Sobald Bartschat ihn überholte, parierte er zumeist im Handumdrehen, um die Hackordnung wieder herzustellen. Finn Zeller und Csányi Gergö hielten sich sportlich fair heraus aus dem beinharten Meisterschaftsfight, den die beiden aus der ersten Reihe bestaunen durften. Ein Rennabbruch wegen zweier gestürzter Fahrer beendete Lauf neun schließlich vorzeitig. Im zehnten und letzten Lauf der T-Challenge fackelte Holtz dann nicht lange und fuhr frei von Taktikgeplänkel einen wirklich elegant anzusehenden Sieg ein. Bartschat genügte letztlich ein souverän eingefahrener dritter Platz zum Meistertitel.

T-Challenge TOP-5 2016:

PlatzFahrerPunkte
1Ole Bartschat 189
2Tim Holtz 187,5
3Jochen Schermuly 121
4Finn Zeller111,5
5Csanyi Gergö 100

T-Cup

T-Cup Most 2016Herausragend: Florian Müller, Ex-R6-Cup-Fahrer, der Mitte der Saison aus dem Nichts auf einer Street Triple Baujahr 2009 auftauchte, die zuvor bei Familie Bartschat als Trainingsmotorrad und Teileträger fungiert hat. Flo, drahtig und mit unglaublichem Fahrtalent gesegnet, pflegt dazu eine innige Liebesbeziehung mit den Bridgestone-Slicks, denen er Wunderhaftkräfte nachsagt. Seine Rundenzeiten sprachen auch in Most Bände, er hievte den T-Cup auf ein nie dagewesenes Rundenzeitlevel, wenngleich auch er stürzte, aus ihm zur Gänze unerklärbarem Grund. Mit dem Ausgang der Meisterschaft hatte Flo nichts zu tun. Das war Familienbusiness nach harter, aber ehrlicher Art der Rhön zwischen Jörn Kaufmann und dessen Onkel Harald (ältester T-Cupper).

T-Cup Meister 2016: Jörn kaufmannDie Aufgabe löste Jörn schon in Rennen neun mit Bravour. Und entzog sich mit Eleganz Onkel Harald, der bekanntlich keine Gefangenen macht. Der mit allen Wassern gewaschene, freundliche ältere Herr hätte, so er denn vom Speed her dazu in der Lage gewesen wäre, seinen Neffen ohne mit der Wimper zu zucken einkassiert. So viel zum Thema Freunde oder, noch schlimmer, Verwandte. Letztlich fuhr Harald lässig und verdient den Vizetitel ein, weil sein direkter Konkurrent, Triumph-Pressesprecher Uli Bonsels, richtig, man rät es schon, ebenfalls übers Vorderrad in besagter Schicksals-Schikane auf den Asphalt musste, zum Glück ohne körperliche Folgen.

T-Cup TOP-5 2016:

PlatzFahrerPunkte
1Jörn Kaufmann201
2Harald Kaufmann 133
3Uli Bonsels121
4Florian Müller100
5Hajo Ammermann90

Links:

Alle Ergebnisse T-Cup 2016
Alle Ergebnisse T-Challenge 2016

T-Cup Saisonfinale Most 2015

Foto: trackriders.eu

Foto: trackriders.eu

Zum großen Finale versammelten sich die Piloten des Triumph Street Triple-Cups im tschechischen Most, wo sich Oliver Martin nach nunmehr fünf Jahren T-Cup endlich den ersehnten Meistertitel holen wollte. Es sollte ein denkwürdiges Wochenende werden.

Die Rennstrecke in Most präsentierte sich in diesem Jahr von ihrer besten Seite, denn die Betreiber haben die Boxenanlage gründlich renoviert und modernisiert. Auf der Strecke wollte Oliver Martin, der mit einem ordentlichen Punktepolster auf seinen engsten Verfolger, Jörn Kaufmann, ausgestattet war, nichts anbrennen lassen. So deklassierte der Meisterschaftsanwärter mit einer Fabelzeit von 1:45.564 seine Kontrahenten bereits im Qualifying.

Foto: trackriders.eu

Foto: trackriders.eu

Die schnellste Runde des gesamten Cup-Wochenendes war eine Sekunde schneller als die Zeiten seiner direkten Verfolger. Im Rennen konnte lediglich Triumph-Pressemann Uli Bonsels, von Position zwei gestartet, die Pace des Polesetters mitgehen. Den Start-Ziel-Sieg von Martin konnte Bonsels im ersten Rennen jedoch nicht gefährden. Mit dieser souveräner Vorführung machte sich der Tyrexpert-Pilot vorzeitig zum Meister der T-Cup-Saison 2015. Damit stand der Vizetitel für Jörn Kaufmann ebenfalls fest.

Foto: trackriders.eu

Foto: trackriders.eu

Vor dem letzten Rennen sorgte der Kampf um den dritten Rang in der Meisterschaft für Hochspannung. Uli Bonsels, André Reinke, Alexander Fraßmann und Hajo Ammermann trennten nur wenige Punkte vor der Anreise nach Most. Nach seinem zweiten Platz im ersten Rennen hatte Uli Bonsels nun alle Karten in der Hand. Und der spielte in Rennen zwei nicht auf Sicherheit. Bonsels wollte siegen. Und lange Zeit sah es auch so aus, als könnte er eine tolle Saison mit einem Laufsieg krönen. Die Zuschauer verfolgten gebannt wie sich Martin und Bonsels ein hochspannendes Rennen an der Spitze lieferten, das sich in der letzten Runde entscheiden sollte. Der frischgebackene Meister profitiert kurz vor Schluss von einem Überrundungsmanöver und fuhr in einem Foto-Finish 0.015 Sekunden vor Bonsels über die Ziellinie. Auch wenn er das Rennen nicht gewinnen konnte, freute sich Uli riesig über den dritten Gesamtrang im T-Cup 2015 und das laut eigener Aussage „geilste Rennen seines Lebens“.

t-cup-meister_most2015-1

Oliver Martin (links) holte den Meistertitel fürs Tyrexpert-Team. Teamchef André Reinke beendete die Saison 2015 auf Rang vier. Foto: Gramm

Ergebnisse

16.-17. MaiLausitzringQualifikationRennen 1Rennen 2
06.-07. JuniHockenheim GP-KursQualifikationRennen 1Rennen 2
27.-28. JuniBrünn/CZQualifikationRennen 1Rennen 2
18.-19. JuliOscherslebenQualifikationRennen 1Rennen 2
12.-13. SeptemberMost/CZQualifikationRennen 1Rennen 2

Triumph-Challenge Saisonfinale Most 2015

Foto: trackriders.eu

Foto: trackriders.eu

Im tschechischen Most sollte sich herausstellen, ob der Meisterschaftsführende, Tim Holtz, den Titel in der Saison 2015 nach Hause fahren sollte. Dabei hatte Vorjahres-T-Cup-Sieger Gabriel Noderer lediglich die theoretische Chance seinen Titel zu verteidigen.

Durch Laufsiege in Serie hatte Tim Holtz in diesem Jahr ein stabiles Fundament für den Titel gelegt. Bei den Finalläufen in Most war es nun an der Zeit die Früchte dieser Arbeit zu ernten. Und das tat der junge Pilot aus Nienburg. Auch wenn Polesetter Gabriel Noderer den Laufsieg im ersten Rennen einfahren konnte, reichte es für Holtz, der nur drei Sekunden nach Noderer auf Rang zwei ins Ziel kam, für den Titelgewinn in der Triumph-Challenge 2015. Herzlichen Glückwunsch!

Foto: trackriders.eu

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Für eine Schrecksekunde im ersten Rennen sorgte der Challenge-Botschafter, Thomas Rothmund, in der zweiten Runde. Nach vielen Jahren der Sturzfreiheit, kam der Freudenstädter in einer schnellen Linkspassage von der Strecke ab und verlor schließlich die Kontrolle über seine Daytona 675. Glücklicherweise kam er mit dem Schrecken davon und versprach seinem Bike nach der Reparatur eine wohltuende Kur zukommen zu lassen.

Wie im Triumph Street Triple-Cup stand der Meister also vorzeitig fest und der Kampf um den dritten Gesamtrang rückte in den Vordergrund. Hier hießen die Protagonisten Ole Bartschat, Jochen Schermuly, Uwe Geist und Jan Hein. Dank zahlreicher Podiumsplatzierungen am Anfang der Saison, reichten Bartschat ein achter Platz im ersten, und ein vierter Platz im zweiten Rennen, um den dritten Gesamtrang hinter Noderer zu sichern. Das zweite Rennen musste leider ohne den frischgebackenen Meister an den Start gehen. Tim Holtz trat frühzeitig die Heimreise an. So schien der Weg frei für einen ungefährdeten Doppelsieg von Gabriel Noderer. In Führung liegend verlor Noderer das Bike aber in Runde sieben über das Vorderrad und musste zusehen wie seine Daytona 675 enormen Schaden nahm. Der Pilot blieb unversehrt, war jedoch verständlicherweise am Boden zerstört. So war der Weg frei für Jan Hein, der sich im letzten Rennen der Saison seinen ersten Sieg vor Finn Zeller und Jochen Schermuly sichern konnte.

t-challenge_most2015-2

Ergebnisse:

16.-17. MaiLausitzringQualifikationRennen 1Rennen 2
06.-07. JuniHockenheim GP-KursQualifikationRennen 1Rennen 2
27.-28. JuniBrünn/CZQualifikationRennen 1Rennen 2
18.-19. JuliOscherslebenQualifikationRennen 1Rennen 2
12.-13. SeptemberMost/CZQualifikationRennen 1Rennen 2