Tag Archive for Oschersleben

Triumph-Challenge in Oschersleben

T-Challenge_oschersleben2016_start_breitbildDie schöne Rennstrecke in Oschersleben hatte schon immer etwas ganz Spezielles. So auch dieses Jahr: Tropische Temperaturen, latente Gewitterneigung, fiese Stechmücken. Zutaten, die unsere Helden aus T-Cup, Trofeo Italiano und T-Challenge aber nicht einbremsten, sondern im wahrsten Sinne des Wortes geradezu beflügelten.

T-Challenge_oschersleben2016_066Viel Spannung verspricht Most für die T-Challenge. Der amtierende Meister Tim Holtz, dieses Jahr wahrlich nicht vom Glück verfolgt und der Meisterschaftsführende Ole Bartschat werden sich keine Geschenke machen, so viel steht fest. Der Druck liegt ganz klar bei Holtz. Sein Trumpf ist seine überlegene Schnelligkeit, wenn denn die Technik mitspielt oder man sich nicht bei der Reifenwahl verzockt, was dieses Jahr auch schon der Fall war. In Lauf 7 war dann wieder massives Pech im Spiel. Holtz führte überlegen, bis ein Temperatursensor den Geist aufgab und den Dreizylinder in ein Notlaufprogramm strafversetzte. Bartschat erbte den Laufsieg und volle Punktzahl. In Lauf 8 rückte Holtz die Verhältnisse wieder gerade, auch für die Psyche nicht ganz unwichtig.

T-Challenge_oschersleben2016_060Schön zu sehen war in den beiden Bilderbuch-Rennen der T-Challange, wie eng es in dem prima gefüllten Feld zugeht. In der T-Challenge gibt es keinen billigen Most, man muss immer und zu jeder Sekunde um seine Platzierung kämpfen, sonst reicht dich das Feld gnadenlos nach hinten durch. Auch und gerade daran zu sehen, wie prima sich die einzige Dame im Feld, Patricia Kliem, behauptet.

 

Hobbyracing vom Feinsten, auch für Gaststarter beim Saisonfinale im Most am 10./11. September erlebbar. In allen drei Klassen sind noch Startplätze verfügbar. Gerade für Rennfahrer, die 2017 mit einem permanenten Start liebäugeln sicher ein guter Weg in den T-Clan reinzuschnuppern.

Das Konzept der drei Rennserien wird für 2017 fortgeschrieben: fünf Rennwochenenden mit je zwei Läufen. Bridgestone möchte als exklusiver Reifenpartner weitermachen.

T-Cup Meister 2016: Es wird ein Kaufmann sein

T-Cup-oschersleben2016_020Die schöne Rennstrecke in Oschersleben hatte schon immer etwas ganz Spezielles. So auch dieses Jahr: Tropische Temperaturen, latente Gewitterneigung, fiese Stechmücken. Zutaten, die unsere Helden aus T-Cup, Trofeo Italiano und T-Challenge aber nicht einbremsten, sondern im wahrsten Sinne des Wortes geradezu beflügelten.

T-Cup-oschersleben2016_050Seit je her passen T-Cup und Oschersleben auf das Vortrefflichste zusammen. Seit 2008 gastiert die Triumph Street Triple-Meute nun schon ununterbrochen in der Magdeburger Börde. Jedes Jahr erstaunen die kleinen Dreizylinder mit immer neuen Fabelzeiten. Vor allem seit Reifenpartner Bridgestone mit hervorragenden Slicks aufwarten kann, der als Einheitsreifen im T-Cup vorgeschrieben ist. T-Cup-Newcomer Florian Müller, vorher durch die knallharte Yamaha-R6-Cup-Schule gegangen, setzt mit dem Bridgestone V01 (hinten) und V02 (vorne) ganz neue Maßstäbe, die Bridgestone-Renndienstchef Michael Flügel ein glückseliges Grinsen ins Gesicht zaubern. Kein Wunder, denn Florians schnellste Rennrunde war eine 1:33.760. Mit einem Motorrad, dass knapp 105 PS ans Hinterrad drückt. Wenn alles passt. Dimensionen, von denen die viele Gelegenheits-Superbiker mit ihren 200 PS-Boden-Boden-Raketen, Traktionskontrolle und den superweichen Slicks des Nachtens heimlich träumen.
T-Cup-oschersleben2016_130Mit Flo Müller hat ein ruhiger, smarter Typ zum T-Cup gefunden, der bestens in die große T-Clan-Familie passt. Auch dadurch dokumentiert, dass Philip Schreiber, der beim Rennwochenende in Hockenheim schwer gestürzt war mit großem Applaus begrüßt wurde. Leider war das Rennglück den T-Cuppern auch in Oschersleben nicht hold. In Rennen 7 kam es sturzbedingt gleich zu zwei Abbrüchen, worauf der Lauf nach Abstimmung der Fahrer nicht neu angesetzt wurde, obwohl Rennveranstalter Bike Promotion dies ausdrücklich angeboten hatte. Im Lauf 8, der ohne Probleme über die Bühne lief, setzte sich Müller überlegen gegen den Meisterschaftsführenden Jörn Kaufmann durch, dem mit Respektabstand sein Onkel Harald Kaufmann folgte. Mit leerer Batterie rettete sich UIi Bonsels noch auf den vierten Rang.

Vor dem Finale in Most steht nun fest, dass die beiden Kaufmänner den Meistertitel unter sich ausfahren werden, wobei sich Harald im Kampf um den Vize-Titel gegen seinen ewigen Rivalen Uli Bonsels wehren muss.

Hobbyracing vom Feinsten, auch für Gaststarter beim Saisonfinale im Most am 10./11. September erlebbar. In allen drei Klassen sind noch Startplätze verfügbar. Gerade für Rennfahrer, die 2017 mit einem permanenten Start liebäugeln sicher ein guter Weg in den T-Clan reinzuschnuppern.

Some like it hot! Oder: Triumph-Rennserien in Oschersleben

Triumph-Castrol675_Oschersleben2014-etropolisTriumph-Cup und Triumph-Challenge trotzen am Wochenende subtropischen Temperaturen in Oschersleben. Tim Holtz holt sensationellen Doppelsieg im T-Cup, Michael Kunz und Uwe Geist heißen die Besten in der T-Challenge.

 

Die Rennstrecke in Oschersleben steht bei älteren Motorradrennfahrern in der sich gerne verklärenden Erinnerung vor allem für eines: Hitze. Gerne in Kombination mit krachenden Unwettern. Das Wetter am 19./20. Juli 2014 toppte gefühlt nochmals alle Rekorde. Die unschönen Nebeneffekte: Männer in Feinrippunterhosen und verschwitzten Unteranzügen irrlichterten  reihenweise durchs gefühlt 40 Grad heiße Fahrerlager und ließen sich wie im Fieberwahn in der Hoffnung auf Kühlung in wildfremde Kinderplanschbecken fallen. Selbige Männer gaben aber bei den beiden Läufen der Triumph-Challenge und des Triumph Street Triple-Cups wirklich alles und trieben sich zu geradezu unmenschlichen Höchstleistungen. Immer am Rande des Hitzekollaps. Es sei ihnen also verziehen.

Tim Holtz #49

Tim Holtz #49 – Foto: Markus Jahn

Oscherleben 2014 war für einige Triumph-Rennfahrer auch sowas wie eine gefühlte Wiederauferstehung, nachdem der Saisonstart alles andere als geplant verlaufen war. Tim Holtz ist so ein Beispiel. Der jüngste T-Cupper ever wurde nach bärenstarker Saisonvorbereitung schon als der kommende Meister gehandelt. Dann folgte ein Sturz infolge Technikdefekt im ersten Rennen am Sachsenring und die traurige Abreise vor dem zweiten Lauf, da der Fehlerteufel nicht zu finden war. Null Punkte für Holtz. Der harte Boden der Tatsachen. In Hockenheim schien das Pech weiter an den Stiefeln des Blondschopfs zu kleben, da es just in der Einführungsrunde zum ersten Rennen zu regnen begann, Holtz aber wie so viele auf Slicks gesetzt hatte. Das Aus noch vor dem Start. Lauf zwei entschädigte mit Rang 4. 

Und nun also Tims Hausstrecke Oschersleben. Sein Wohnzimmer. Die Erwartungen wieder hoch. Der Druck auch. Tim nimmt es cool. Holt sich die Poleposition. Und zwei blitzsaubere, überlegen Laufsiege, jeweils mit schnellster Rennrunde. Demonstration seines Talents. Wir werden wohl nicht mehr lange Spaß an Tims Darbietungen haben. Die IDM ruft. Selbst die pfeilschnellen Kollegen Ole Bartschat, Erich Peter und T-Cup-Leader Gabriel Noderer, in den Rennen jeweils auf den Plätzen, hatten Tim nichts entgegenzusetzen.

Triumph Street Triple-Cup Oschersleben 2014

Foto: Markus Jahn

Das Niveau in beiden Triumph-Serien ist inzwischen mehr als beachtlich. Auch über Platz 10 freuen sich T-Cupper wie Bolle. Marcus Walz war in Lauf 2 so ein Beispiel. „Endlich wieder Top-10“, jubelte der hauptberufliche Custombike-Bauer beinahe schon überschwänglich bei der Siegerehrung. Das darf er auch, schließlich braucht es dafür 1.37er-Zeiten. Die gibt es nicht geschenkt. Im T-Cup blieben in Oschersleben bis zu 15 Fahrer unter der magischen 1.40-Marke. Mit einem rund 100 PS starken Dreizylinder, wohlgemerkt. Man kann es nicht oft genug wiederholen. Das spricht für optimale Reifen (Bridgestone Slick V01) und einen phantastischen Fahrwerkspartner (Öhlins DTC und Lars Sänger von Motorradkte) plus topmotivierte Fahrer aus T-Cup und T-Challenge. Nicht zu vergessen in diesem Zusammenhang, die Profi-Coaches: In Oschersleben war Arne Tode zwei Tage lang im Dauereinsatz, um T-Cuppern und T-Challengern zu besseren Rundenzeiten zu verhelfen inklusive ausführlichem Streckenrundgang am Freitagabend. 

chrigel-bierdusche-oschersleben

Verdiente Bierdusche für Chrigel #71 nach 98 Runden Endurance-Racing.

Die Triumph-Crew auf ließ es sich am Samstagnachmittag  trotz der Hitze nicht nehmen, beim 3-Stunden-Lauf des German Endurance Cups anzugreifen und für Top-Resultate zu sorgen (T-Challenger Franky Heidger mit den T-Cuppern Tim Holtz und Hajo Ammermann mit einem Podestplatz, beispielsweise). Einer glänzte gar mit übermenschlichen Einzelleistungen: Christan „Chrigel“ Furrer aus der schönen Schweiz fuhr die drei Stunden einfach mal für sich ganz alleine, weil er sich gerne Herausforderungen stellt. 98 Runden lang. Der Mann hat in seinem früheren Leben Leistungssport betrieben.

Die T-Challenge ließ es mit sensationellen 40 Startern in Oschersleben ebenfalls richtig krachen. Ebenfalls über 10 Fahrer unter der 40er-Rundenzeitschallmauer. Und auch hier hatten die Rennsportgötter wieder so einiges an Schicksalhaftem parat. Max Riebe,  ganz klar der Favorit für den diesjährigen Titel, folgte das Pech aus Hockenheim zielstrebig bis in die Magdeburger Börde, nachdem es zunächst mit einer fein rausgefahrenen Pole Position alles nach einem Durchmarsch ausschaute. Doch schon in Runde 3 vom 1. Rennen rutschte Riebe auf dem eigenen Kühlwassers ins Aus. Die Kopfdichtung hatte sich verabschiedet. Zum 2. Lauf konnte er erst gar nicht mehr antreten. Besser ging es im Vergleich Michael Kunz, der 25 Punkte einheimste, da Doppellaufsieger Dirk Schnieders als Gaststarter ohne Punkte blieb, dem neuen Meisterschaftfavoriten Michael Kunz und Uwe Geist, der nach einem Hockenheim-Wochenende zum Vergessen endlich mit dem 3. Platz belohnt wurde.

In Lauf 2 ließ „Man of the Weekend“ Uwe Geist dann überhaupt nichts anbrennen und holte sich souverän den größten Pokal gefolgt von Matthias Neukirch und T-Challenge-Initiator Thomas Rothmund. Dahinter kam sensationell Tom Dick ins Ziel, der genau wie viele andere schnelle Old-Guns in der T-Challenge noch überhaupt keine Lust auf Sonntagsspaziergänge nebst Kaffeekränzchen hat und seine Zeit lieber mit anderen Gleichgesinnten auf den Rennstrecken Europas verbringt. 

Schön auch, dass immer wieder so viele Gaststarter den Weg in den T-Cup und vor allem die T-Challenge finden. Sie sind oft das vielzitierte Salz in der Suppe. Bestes Beispiel in Oschersleben: GSX-R-Cup – Organisator Dirk Schnieders, der in beiden Rennen die Nase vorn hatte und nach seinem öffentlichen Seitensprung sehr offen über eine Nennung für die T-Challenge 2015 nachdachte. Die Challenger würden sich über einen weiteren schnellen und sympathischen Racer freuen, überhaupt keine Frage.

Links zu allen Ergebnissen und Tabellen:

Triumph Street Triple-Cup
Triumph-Challenge 

 

Nächstes Rennwochenende: Most, 16./17. August. Für T-Cup und T-Challenge sind noch Gaststarts möglich, mehr dazu per Mail von Challenge/Cup-Koordinatorin Heike Leibbrand: hleibbrand@motorpresse.de

Triumph-Castrol675_Oschersleben2014-4

German Endurance Cup 2014 Oschersleben

GEC-OSL2012

Max #130 beim Start des GEC-Laufs im Jahr 2012

Am Samstag, den 19. Juli 2014 findet in Oschersleben ein 3-Stunden-Rennen statt. Für reine T-Cup und/oder T-Challenge-Teams gewährt German Endurance Cup-Veranstalter Bike Promotion einen schicken Rabatt: die Teamnennung kostet für unsere Fahrer nur 180 Euro (Normalpreis 300 Euro). Das ist absolute Qualitätszeit auf der Rennstrecke, Herrschaften! Danke dafür, Michael Dangrieß.

Interessenten wenden sich bitte nach Teamfindungsphase direkt an www.bike-promotion.de, um sich beispielsweise bei der bezaubernden Ellen Steinmetz anzumelden.